Das Internationale Referat
Das Internationale Referat ist von seinen Thematischen Feldern her breit gefächert. Besonders wichtig finde ich die Veränderungen in der Welt, welche mit Globalisierung beschrieben werden.
Unter Globalisierung verstehe ich in erster Linie die Bestrebungen vieler Nationalstaaten zusammen zuarbeiten. Dies geschieht aber hauptsächlich mit einem Ökonomischen Hintergrund z.B. in der WTO (World Trade Organisation). Diese Organisation ist ursprünglich aus den Vereinten Nationen hervorgetreten, hat sich aber später, auf drängen der USA abgespalten. Grund dafür waren unterschiede in der Ausrichtung. Nach dem 2. Weltkrieg war gemeinsames Ziel, die hohen Zölle auf Import bzw. Exportgüter zu senken und so den Internationalen Güterverkehr zu erleichtern. Um aber einen liberaleren Handel auf Dauer zu organisieren bräuchte man eine straffere Organisation. Somit wurde die WTO geschaffen, sie hat feste Mitglieder, die Ziele werden in verschiedenen Verhandlungsrunden festgelegt und die Mitgliedsstaaten verpflichten sich die Abkommen in ihren Ländern durchzusetzen. Falls dies nicht geschieht verhandelt ein eigenes Gericht über den Streitfall und kann enorme Geldstrafen verhängen. Das Ziel der WTO ist die Liberalisierung des Welthandels, mit anderen Worten eine Optimierung der Kapitalistischen Ökonomie.
Ihr fragt euch jetzt sicher warum sich Vertreter der Studierenden mit solchen Themen beschäftigen. Der Grund dafür liegt in der Reichweite der Entscheidungen, welche die WTO aber auch verschiedenste Gremien der EU haben. Denn die Abkommen verpflichten die Regierungen verschiedenster Länder, Rahmenbedingungen für eine Optimierung der Investitionsmöglichkeiten für transnationale Unternehmen zu schaffen. Darunter fällt Beispielsweise die Privatisierung von öffentlichen Leistungen wie Strom-versorgung. Es wird somit möglich verschiedenste Stromversorger zu Fusionieren, der Wettbewerb wird steigen und die Preise können nicht gesetzlich reguliert werden, da sich der Staat aus der Versorgung zurückzieht. Eine Deregulierung dieser Versorgungsstrukturen verläuft zwangsläufig zu lasten der “Kunden” in Form von steigenden Kosten.
Ebenfalls ist die Idee der Privatisierung der Bildung durch die WTO angestoßen worden und es wird weiter fleißig an Möglichkeiten gearbeitet um Investoren den Zugang zur Bildung zu verschaffen. Die Verankerung der Bacholer- und Masterstudiengänge hat z.B. den Zweck eine Weltweite Vergleichsstruktur durchzusetzen, diese ist Vorraussetzung zur Standardisierung von Studienstrukturen und Inhalten, welche in Zukunft durch Investoren angeboten werden sollen. Es ist wichtig sich mit diesen Entwicklungen kritisch auseinanderzusetzen, da m.A. nach Bildung sowie andere öffentliche Leistungen weiterhin “frei” für alle zugänglich sein müssen. Es ist nicht akzeptabel diese Bereiche, welche die Grundversorgung für Menschen mit Strom, Gesundheit, Bildung etc. bereitstellen sollen zu privatisieren. Dies bedeutet eine Ökonomisierung von “Lebensstandards” welche zur Folge hat, das die Kaufkraft bestimmt wem diese Güter zugänglich sind und wem nicht.
Für eine Welt ohne Ausbeutung und Rassismus!
Friede den Hütten, Paläste für ALLE!
Referent: Benjamin
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